19:30 Küspert & Kollegen

“Jazz von heute für Filme von vorgestern”

Kleines Kammerensemble neben großer Leinwand: „Küspert & Kollegen“ greifen die Atmosphäre des klassischen Horror-Stummfilms ebenso auf wie von Slapstick und Melodram und richten sich an ein Publikum des Jahres 2022: „Unsere Musik klingt nicht wie traditionelle Stummfilm-Musik, sondern zeitgenössisch und unvorhersehbar“, sagt der Gitarrist und Komponist Werner Küspert.

„Küspert & Kollegen“ verlassen damit die eingetretenen Pfade der traditionellen Stummfilmbegleitung: mit Witz, großer Sensibilität, aber auch expressiver Wucht werden die Filme hinreißend neu interpretiert; so lassen die Musiker ein Gesamtbild entstehen, in dem Musik und Film verschmelzen.

„Küspert & Kollegen“ haben sich bereits durch die ganze Frühgeschichte der Kinokunst gearbeitet und sind weltweit unterwegs. In den letzten Jahren waren  „Küspert & Kollegen“ u.a. in Georgien, Malta, Schweden, Tunesien, Aserbaidschan und Algerien auf Tournee, (u.a. im Auftrag des Goethe Instituts, der Europäischen Union und des Auswärtigen Amts).

Zum Ensemble gehören der Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug, Dietmar Fuhr, der zu den bedeutendsten europäischen Kontrabassisten zählt, der Saxophonist und Klarinettist Till Martin und natürlich der Kopf und Komponist des Ensembles Werner Küspert an der Gitarre.

Till Martin – Saxophon
Saxophonist Till Martin wurde für seine eigenen Projekte, für die er auch als Komponist verantwortlich zeichnet, mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Neuen deutschen Jazzpreis ausgezeichnet; des Weiteren ist er Preisträger des Bayerischen Kulturförderpreises.

Martin ist auf über 50 CDs zu hören und veröffentlichte neun CDs unter eigenem Namen, welche laut Süddeutscher Zeitung “zum Geschmackvollsten gehören, was der deutsche Jazz zu bieten hat.”

„Früh hat Till Martin seinen höchst individuellen Personalstil in Komposition und Klangsprache entwickelt. Er ist einer der fixen, vielseitigen und höchst kreativen Größen der deutschen Jazzszene.“ (B.Sampson, BR)

Dietmar Fuhr – Kontrabass
Dietmar Fuhr ist einer der bedeutendsten europäischen Kontrabassisten im zeitgenössischen Jazz. Seit 2009 unterrichtet Dietmar Fuhr als Dozent für Jazz-Kontrabass an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und seit 2012 am Dr. Hoch´s Konservatorium in Frankfurt a.M.

Zusammenarbeit, Konzerte, Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit Florian Ross, Enrico Rava, Tony Lakatos, Gerd Dudek, Richie Beirach, Dave Liebman, Kurt Rosenwinkel, Jochen Rückert, John Schröder, George Garzone, Wolfgang Muthspiel, Danny Gottlieb, Antonio Farao, Nils Wogram, Till Brönner, Achim Kaufmann, Auryn Quartett, u.v.a.

Bastian Jütte – Schlagzeug
ECHO Jazz-Preisträger Bastian Jütte studierte Jazzdrums an den Musikhochschulen München und Mannheim. Neben seiner Tätigkeit als Dozent an den Musikhochschulen Würzburg und München spielte er in den letzten Jahren auf internationalen Festivals. Tourneen führten ihn in Länder wie Japan, Indonesien, Marokko, Syrien, Jordanien, Libanon, Indien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Polen, Italien, Frankreich, Spanien.

Mittlerweile ist Bastian Jütte auf über 100 CDs zu hören und hat als Bandleader zahlreiche eigene Alben veröffentlicht. Mit dem Tim Allhoff Trio gewann er 2010 den Neuen Deutschen Jazzpreis, für das Album »Hassliebe« wurde er 2013 mit dem ECHO-Jazz ausgezeichnet. 2016: Neuer Deutscher Jazzpreis mit dem Bastian Jütte Quartett.

Werner Küspert – Gitarre, Konzeption/Komposition
Studium u.a. bei Harry Pepl und John Abercrombie. Werner Küspert ist Mitglied zahlreicher Jazz-Ensembles und nahm an Tourneen im In- und Ausland teil. Theater-, Studio- und Konzertauftritte gehören ebenso zu seinem Tätigkeitsfeld wie das Unterrichten. Er leitet Projekte für Film- und Fernsehproduktionen und verfasst Live-Programme wie z.B. »Lyrik und Jazz«.

Besonders profilierte er sich mit der konzertanten Ensemblebegleitung von Stummfilmen. Langjährige Theaterarbeit an verschiedenen Staatstheatern. 2015 meldete sich Werner Küspert mit seinen aktuellen Stummfilm-Projekten wieder in der Jazz-Szene zurück.

Einlass: 18:30 Uhr

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